„Das war Frankfurt“

14. Okt. 2011

Obwohl die Frankfurter Buchmesse noch bis zum Wochenende weiter geht, hatte ich gestern meinen Messetag. Einer reicht mir für gewöhnlich, es ist schon vorgekommen, dass es mir reicht, auf der ersten Rolltreppe im Messegelände zu stehen. So schlimm war es diesmal nicht, es war nicht ganz so brechend voll, wie ich es schon erlebt hatte und langsam gewöhne ich mich auch an das unübersichtliche Leitsystem des Messegeländes und daran, dass es von a nach b immer über mindestens drei Rolltreppen geht, die natürlich alle nutzen. Mitten drin noch die Leute, die in die andere Richtung fahren, ein Chaos ist vorprogrammiert.

Also hält man sich vorzugsweise in einer oder maximal zwei Hallen auf, so kommt man einigermaßen um die Rolltreppen drumherum. So wie auch gestern, Halle 3 und 4 waren für mich interessant. Die Bahn hat ihr Versprechen gehalten, mal wieder nicht pünktlich zu sein, der Zug wurde zu spät eingesetzt. Kann ja mal passieren… Also musste ich zum Vortrag der IO über die VG BildKunst hetzen, der Tag fing gut an. Einen Platz bekommen, Tasche abgestellt, es ging los. Einige interessante Dinge habe ich erfahren, andere wußte ich schon, jetzt ist mir aber das System der VG etwas deutlicher geworden. Nach einem Plausch mit einer ehemaligen Kommilitonin ging es weiter in die Nachbarhalle, Verlagsstände gucken, die für mich interessanten suchen und nach Möglichkeiten der Mappenpräsentation fragen. Am Telefon letzten Monat hatte ich ja immer nur Absagen für konkrete Termine erhalten. Also hieß es auf gut Glück vorbeischauen.

Tatsächlich hatte ich das ein oder andere Mal Glück, bei Thienemann musste ich nicht mal warten. Auch bei Picus durfte ich kurz zeigen, was in der Mappe war. Ueberreuter dagegen wollte weder vor Ort noch als PDF etwas sehen. Gut, dann nicht…

Dann kam der große Augenblick, wo ich mich mit den beiden Verlegern von Bajazzo traf und feierlich meine Originale übergab. Jetzt geht der Pinguin auf Reisen, in die Schweiz nach Zürich gehts. Dort wird er dann professionell digitalisiert und zum Druck vorbereitet. Und Mitte Februar ist es dann so weit, ein neues Buch steht in den Buchhandlungen! Wie ich erfahren haben, haben die Verleger schon fleißig einen kleinen Dummy herumgezeigt, der überall sehr gut ankam und alle neugierig machte.

 

Anschauungsmaterial für die Lektoren

Anschauungsmaterial für die Lektoren

 

Insgesamt kann ich sagen, war die Messe ein runder Tag, dort wo ich präsentieren konnte war die Stimmung gut und das Interesse an meinem Stil groß. Jetzt heißt es ein paar Portfolios verschicken und abwarten. Die Fabeln, die ich noch während des Studiums angefangen habe zu illustrieren, haben sowohl bei Bajazzo als auch bei Nord-Süd sehr großen Anklang gefunden, ebenfalls die Bilder zum Möwenbuch und unser Kochbuch. Die nette Lektorin vom Nord-Süd Verlag hat sich übrigens sofort auf das Pinguinbuch gestürtzt, obwohl sie es ja schon kannte und mit leuchtenden Augen geblättert. Bis ich ihr sagen musste, dass das Buch vergeben ist. Da hat sie sich glaube ich tatsächlich ein wenig geärgert, dass ihr Verlag zu langsam war und sich nicht entscheiden konnte. Ich hatte ja schon vor zwei Jahren Gespräche mit Nord-Süd. Sie haben gerade eine neue Verlagsleitung bekommen, der hätte sie das Buch gerne noch einmal gezeigt.

Nun werde ich versuchen, aus den Fabeln ein kleines Buch zu binden, den Text in eigenen Worten niederschreiben und an beide Verlage verschicken. Und wer weiß, vielleicht bekommt dann noch ein Schubladenprojekt seinen Platz im Buchregal.

 

Materialien

Gesammelte Materialien

 

Jetzt heißt es sortieren, abheften und Bilder verschicken. Vielleicht vielleicht ergibt sich ja ein neues Projekt, man weiß es nicht.

 

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