„Nolde-Museum“

25. Jun. 2011

Am vergangenen Samstag war ich auf dem Rückweg von der Ausstellungseröffnung in Niebüll noch im Nolde-Museum. Es liegt in einem minikleinen Ort namens Seebüll, mein Navi hat ihn gar nicht gefunden, ich musste mich durchfragen, bis die ersten weißen Hinweisschilder am Straßenrand auftauchten. Man fuhr durch eine typische Schleswig Holsteinische Landschaft, Wiesen, Kühe, ab und zu drei verstreut liegende Häuser und Höfe, dann wieder Wiese. Und irgendwann der Hinweis „Noldemuseeum in Seebüll, rechts fahren“.

Schließlich tauchte es auf, ein Weg vom Parkplatz führte zum Empfang. Drinnen war das Leben Noldes in seinen ganzen Etappen erklärt, wie er 1902 Ada Vilstrup heiratete und mit ihr ein Haus auf der Insel Alsen bezog, wie er versuchte, von seiner Kunst zu leben  und vor den Nazis floh, die seine Werke als „entartete Kunst“ deklarierten. Da Nolde das Ausstellen und Malen fortan verboten wurde, begann er seine Serie der „ungemalten Bilder“, kleinformatig und in Aquarell, Ölfarbe hätte zu sehr gerochen und so Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es entstanden etwa 1300 ungemalte Bilder, die erst nach Noldes Tod bekannt wurden.

Auch sein Wohnhaus war erhalten geblieben und beherbergt nun eine Ausstellung mit vielen seiner Bilder. Vor dem Haus war ein wunderschöner Garten angelegt, durch den zahlreiche Besucher schlenderten und Kreative die Blütenpracht malten. Drinnen konnte man unter anderem Noldes Bilder von seiner Südseereise sehen, die ihn durch Moskau, Sibirien, Korea, Japan und China führte.

 

Noldes Wohnhaus in Seebüll, heute das Museum

Noldes Wohnhaus in Seebüll, heute das Museum

 

Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, in Seebüll Halt zu machen, wenn man in der Nähe ist, und einmal durch das Nolde-Museum zu schlendern, es lohnt sich auf jeden Fall.

 

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