„Nordstrandischmoor“

27. Sep. 2011

Gerade bin ich von meinem Kurzurlaub zurück am Schreibtisch und möchte euch meine Eindrücke von der Hallig Nordstrandischmoor nicht vorenthalten. Ein Bild habt ihr schon auf meinem aktuellen Kalenderblatt gesehen, ich möchte gerne noch weitere Fotos zeigen.

 

Die Neuwarft mit den Wohnhäusern von zwei Familien, inkl. "Hallig Krug"

Die Neuwarft mit den Wohnhäusern von zwei Familien, inkl. "Hallig Krug"

 

Blick auf unser Wohnhaus

Blick auf die Schule, z.Z. mit drei Schülern

 

Der erste Sonnenuntergang

Der erste Sonnenuntergang auf der Hallig mit Blick aufs Festland

 

Im Stacheldraht hängt Seetang vom letzten "Land unter"

Im Stacheldraht hängt Seetang vom letzten "Land unter"

 

Unsere Nachbarn

Unsere Nachbarn

 

Der Rückweg über den Lorendamm

Der Rückweg über den Lorendamm

 

Ich habe die Zeit genutzt und ein paar Skizzen angefertigt. Es gab einen kleinen Anleger, dort langen drei Segelboote vor Anker. Jollen trifft es fast eher. Jede der Familien hat wohl so ein kleines Boot, damit man nicht nur auf den Lorendamm am anderen Ende der 175ha großen Hallig angewiesen ist.

 

Die "Moorsteert"

Die "Moorsteert"

 

Die Warften, die Erhöhungen auf dem ansonsten platten Land, beherbergen jeweils eine oder zwei Familien. Bei Hochwasser oder wie die Menschen auf den Halligen sagen „Land unter“, wird alles auf die Warften gebracht, Leute, Gerätschaften, Traktoren und natürlich die vielen Schafe. Dann wird diese kleine Erhöhung zur rettenden Insel.

 

So sah sie aus, eine der vier Warften

So sah sie aus, eine der vier Warften

 

Zur Zeit leben auf Nordstrandischmoor 18 Menschen verteilt auf fünf Wohnhäuser. Etwa 40 mal im Jahr wird die Hallig komplett überflutet. Die Menschen beobachten das Wasser, haben immer die Flutzeiten im Blick und werden ab einer bestimmten Wasserhöhe am Festland von dort telefonisch gewarnt. Egal ob es dann wirklich ein „Land unter“ gibt oder nur einen etwas höheren Wasserstand.

In den Sommermonaten weiden neben den vielen Schafen auch Kühe auf den Wiesen der Hallig, diese werden zum Überwintern über das Watt aufs Festland zurück getrieben.

Ebenfalls übers Watt kommen viele Tagestouristen, die Strecke ist etwa 3,5 km lang und gut zu schaffen. Die Wattwanderer kehren dann im „Hallig Krug“ ein und trinken Kaffee. Feste Öffnungszeiten kennt das kleine Restaurant nicht, es kommt auf Wetter, Jahreszeit und Lieferung mit Lebensmitteln an. Auf der gegenüberliegenden Seite der Hallig ist ein Anlegeplatz für kleine Ausflugsschiffe und Fähren, die ebenfalls Tagestouristen bringen.

Ansonsten gibt es nicht viel. Außer klare gute Luft, weite Landschaft, das gelegentliche Rufen eines Schafes oder einer Möwe. Unendliche Ruhe, Zeit zum Entspannen, spazieren gehen und um die Seele baumeln zu lassen.

 

3 Kommentare

  1. Guido sagt:

    Sag mal, skizzierst Du so ganz ohne Hilfslinien oder radierst Du die nur nachher weg?

    :-)

  2. Meike sagt:

    Das sind ja nur kleine, schnelle Skizzen, ohne Hilfslinien und ohne Radiergummi. Kommt aber insgesamt selten vor, dass ich Hilfslinien nutze, ab und zu wird radiert, aber ich versuche das auch zu vermeiden.

  3. HerbertElaws sagt:

    Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Deoflecken

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