„So wird hier gebloggt“

10. Sep. 2013

Hin und wieder schaue ich bei twitter nach dem Rechten und lese dort auch immer wieder erheiterndes, wichtiges und vor allem kreatives. Jetzt wurde ich von Leoni Pfeiffer gefragt, ob ich nicht an einer sogenannten Blogparade teilnehmen möchte. Und das mache ich doch einfach mal. Es gibt ein paar Fragen, die jeder der Teilnehmer beantwortet.

Initiiert wurde diese Blogparade von Isabella Donnerhall, die in ihrem Blog die allerersten Fragen stellte und auch selber beantwortete. Die Teilnehmerliste inklusive Links findet sich hier, dort kann man lesen, was andere zu diesem Thema geschrieben haben.

Und los gehts:

Bloggerinnen-Typ:
Bin ich ein bestimmter Typ? Wüsste ich nicht. Ich blogge eher, wenn es etwas zu erzählen gibt, vornehmlich über meine Arbeit. Denn der widmet sich mein Blog.

Gerätschaften digital:
Ich nutze einen iMac mit 24“, dazu keine Maus, sondern mein Grafiktablett von Wacom, ein Bamboo fun. Damit mache ich alles, der Stift ist mir schon sehr ans Herz gewachsen. Dann zwei Drucker, einen Scanner und diverse externe Festplatten zur Datensicherung. Das wars auch schon… Es gibt noch ne Panasonic, mit der ich mal ab und an ein Bild mache. Ein Smartphone besitze ich nicht, da bin ich noch oldschool.

Gerätschaften analog:
Eine Menge Papier, obwohl ich gerade auch viele meiner Illustrationen digital erstelle, Skizzenbücher, Stifte, vornehmlich verschiedene Bleistifte, Pinsel, Acrylfarbe und Aquarell. Schere, einen Pitt glue-it-Roller (der ist sehr praktisch) und immer mal wieder Briefmarken.

 

Analog

 

Arbeitsweise:
Beim bloggen arbeite ich eigentlich so, dass es erst ein Thema, sprich eine fertige Illustration oder ein abgeschlossenes Projekt gibt, über das ich dann kurz berichte. Der Blog dient meiner Selbstständigkeit, soll die Leute informieren, zeigen, was es bei mir neues gibt, über aktuelle Projekte berichten und hin und wieder ein kleines Give-Away verschenken. Ich vermeide Privates und versuche, die Beiträge möglichst mit Bildern aufzulockern. Ellenlange Texte findet man eher selten.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
So richtige Tools verwende ich nicht. Es kann aber sein, dass ich mich durch die Bildersuche bei Google, durch Fotos aus der Fotocommunity oder ähnliches bei meinen Illustrationen inspirieren lasse. Ich suche  immer wieder nach Referenzmaterial und werde meistens fündig. Auch nutze ich ab und an Texturen oder verschiedene Brushes. Aber auch das verwende ich zum Illustrieren, nicht zum Bloggen. Da habe ich also keine richtige Werkzeuge. Nur meinen WordPressblog.
Ich speichere mir aber interessante Seiten sofort ab, so dass ich alles wohl geordnet wieder finde. Und dennoch muss ich manchmal lange suchen, weil die Bookmarks der „Illustratorenkollegen“, der  „Druckereien“ oder auch der Kategorie „Inspiration“ langsam unübersichtlich werden.

Wo sammelst du deine Blogideen?
Meine Blogideen entstehen aus meiner Arbeit heraus, ich sammle sie nicht. Wenn eine Illustration fertig ist, ein neuer Technik-Test gelungen oder ich eine Ausstellung ankündigen will, blogge ich das. Sobald es etwas neues gibt, was ich gerne zeigen und präsentieren möchte, blogge ich darüber.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Oh, das ist schwer. Das Internet verschlingt eher Zeit, als dass es sie spart. Aber wenn man etwas sucht, ist es sicherlich zeitsparend, wenn man weiß, wo man suchen muss. Sprich einige Bookmarks helfen beim Zeitsparen. Ebenso können Foren zu bestimmten Themen helfen, wenn man eine schnell kurze Frage hat und nicht lange suchen möchte. Viele Fragen hat ein anderer schon einmal gestellt, man muss nur nachlesen.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Nein, sowas benutze ich nicht. Ich wusste nicht mal, dass es eine gibt. Ich habe ja wie gesagt nicht mal ein Smartphone, was diese App nutzen könnte. Ich schreibe eine To-Do-Liste auf Papier, wenn es nötig ist. Ja, noch so richtig mit Zettel und Stift. Und dann wird durchgestrichen. Ein gutes Gefühl, etwas erledigt zu haben!

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?
Ich werde mich hüten, mein fast eigenes Pferd als Gerät zu bezeichnen, aber das wäre wohl etwas, ohne das ich schwer leben könnte. Smoky ist für mich Sport, Ausgleich und frische Luft in einem, ich komme raus, bin in Bewegung und kann vom Alltag abschalten. Diese vertraute Beziehung ist etwas wunderbares und ich möchte sie nicht missen.

 

Smoky

 

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Ich vermute, dass ich das Zeichnen ganz gut beherrsche. Es wäre als Illustratorin auch schlecht, das nicht einigermaßen zu können. Aber es gibt auch wieder viele Dinge, die andere besser können. Ich würde gerne besser fotografieren können, übe aber auch nicht. Da bin ich also auch selber Schuld. Auch sehe ich oft Beiträge in Foren oder Tutorials von genialen Illustratoren/Zeichnern, das würde ich dann auch immer alles gerne sofort können.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Ich mag es gemischt, eine bestimmte Richtung habe ich nicht. Es geht von Phil Collins und Alex Hepburn über Metallica und 80.-Jahre-Musik zu Bryan Adams, Alanis Morissette, Hurts und Queen. Es darf nicht zu sehr ablenken und hin und wieder mache ich die Musik auch mal aus. Spätestens wenn ich telefoniere.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lerche?
Ich versuche, eine Lerche zu sein, auch wenn es mir schwer fällt. Aber ich komme besser früh aus dem Bett und starte pünktlich in den Tag, als dass ich lange schlafe und bis in die Nacht arbeite. Das konnte ich noch nie.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Das kommt darauf an. Aber ich halte mich meistens erstmal zurück und lernen die Leute ein wenig kennen, dann komme ich aus mir heraus.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Oh, gute Frage. Ich denke da an Sarah Palisi, eine Kollegin von mir, die über Illustration, vegetarisches Essen und Berlin schreibt. Oder auch die liebe Ruth Frobeen, die wunderbar herzlich über den Alltag mit zwei Kindern berichtet und Märchen für Pärchen schreibt.

Der beste Rat den du je bekommen hast?
Sei immer ehrlich und sprich Dinge, die dir auf dem Herzen liegen, direkt an! Und damit fahre ich sehr gut, ich kann es allen nur  empfehlen. Nichts aufschieben, nichts verheimlichen, nicht hintenrum und sich lange Gedanken über alles Wenn und Aber zu machen. Einfach sagen!

Noch irgendwas wichtiges?
Ich freue mich, dass ich Teil der Blogparade geworden bin. Und vielleicht schaut ja auch der ein oder andere mal öfter vorbei, das würde mich auch sehr freuen! In diesem Sinne: Ich wünsche allen immer ein Gramm Kreativität zur richtigen Zeit und frischen Wind um die Ohren.

 

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