„Umgang mit Korrekturen“

20. Apr. 2017

Erst kürzlich kam wieder das Thema Korrekturen auf und wie man sie am besten in seine Arbeit integriert. Klar kommen sie vor, kaum eine Illustration geht von der Skizze über die farbige Umsetzung ohne Korrekturen in einem Rutsch durch. Die Kunden haben oft andere Vorstellungen als wir sie beim Arbeiten hatten und schon sieht eine Sache, die ganz klar besprochen wurde, auf dem Papier eben doch anders aus als in den Köpfen. Oder man wird um eine Änderung gebeten und nachdem diese gemacht ist stellt der Kunde fest, ach vorher sah es doch besser aus. Also alles wieder auf Anfang. Das kommt vor und ist, solange es sich im Rahmen bewegt, ganz normal. Nicht aufregen, auch wenn es vielleicht mal lästig ist oder eben ärgerlich, wenn die erste Version dann doch gefallen hat.

Für all diejenigen, die analog arbeiten, macht eine solche Korrektur vor allem in der farbigen Illustration natürlich einen erheblichen Mehraufwand aus. Da haben es diejenigen leichter, die digital illustrieren. Hier geht es oft leichter, Farben zu ändern, die Position der Figur zu verschieben oder nur ein Element auszutauschen. Vorausgesetzt natürlich, man hat alles schön sauber in vielen verschiedenen Ebenen angelegt. Das ist unbedingt notwendig, sonst steht man wie der analog arbeitende Kollege vor dem Problem, dass alles auf einem Blatt erstellt wurde und eine Änderung wird deutlich umständlicher.

Deswegen ist mein Tipp für die digitalen Kollegen, legt euch für alles neue Ebenen an. Beim Arbeiten können es gerne sehr viele sein, man kann später zusammen fassen, wenn es denn Sinn macht. Lieber eine zu viel als zu wenig haben, es erleichtert die Arbeit ungemein. Und wenn nun eine Änderung ins Haus flattert, wie mache ich das? Am besten die Ebene, um die es geht, duplizieren, eine unsichtbar stellen und auf der zweiten die Änderung vornehmen. Dann ist für den Notfall das Ausgangsmaterial noch da.

 

So sehen meine Ordner mit den Dateien aus

 

Mein Vorgehen und damit auch mein Tipp für euch ist allerdings der, direkt die ganze Datei neu zu speichern unter einem anderen Namen. Oder vielmehr mit einem Zusatz hinten dran „…_1.psd“, …_2.psd“ und so fort. Dann habt ihr immer die Vorgängerversion griffbereit und – ein weiterer Vorteil – ihr wisst auf einen Blick, die wievielte Änderung es denn nun eigentlich an diesem Bild war. Der Kunde hat drei Korrekturrunden inklusive, ihr seid aber schon bei der fünften ohne Aufpreis? Nicht gut. Behaltet alles im Überblick, speichert euch jede Korrektur als neue Version ab, dann wisst ihr, bei der wievielten Korrekturrunde ihr seid und könnt außerdem auf alte Varianten zurück greifen.

 

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